Mit dem Auslichten der Stachelbeeren und den Roten Johannisbeeren wird die Gartenarbeit im Januar begonnen. Dabei ist
besonders bei den Stachelbeeren auf das Entfernen der Triebspitzen zu achten. Denn hieran überwintert der Stachelbeermehltau.
Danach werden Ziergehölze zurück geschnitten, schließlich ist noch das Kernobst dran. Die Kirschgehölze dagegen werden erst
im Sommer geschnitten.
Bei allen größeren Ästen, die abgesägt oder abgeschnitten werden, ist grundsätzlich darauf zu achten, dass der Schnitt
verstrichen wird. Hierzu eignet sich am besten Wundverschluss. Wer die Stämme seiner Obstbäume noch nicht geweißt hat, sollte
dies nun schleunigst nachholen.
Beim Rückschnitt von Obst- und Ziergehölzen werden die Pflanzen zwangsläufig verletzt. Es entstehen Wunden, die
Eintrittspforten für viele Krankheitserreger darstellen. Um Probleme zu vermeiden, sollten Sie unbedingt. ein paar
Vorsichtsmaßnahmen treffen. Dazu zählt zunächst, die Baumwunden sauber bis auf das gesunde Holz auszuschneiden. Insbesondere
ist der oft zerfranste Rindenrand glatt zuzuschneiden, weil zerfasertes Rindengewebe schlecht heilt. Der nächste Schritt ist
dann, die Wunden zu schützen, um die Gefahr einer Infektion durch Bakterien oder Pilzsporen aus der Luft möglichst gering zu
halten.
So wie wir unsere Wunden mit einem Pflaster oder Verband abdecken, schützt man die Schnittflächen an den Bäumen durch das
Einstreichen mit einem atmungsaktiven und elastischen Wundverschlussmittel. Das Einstreichen der Wunden kann schon bei
Temperaturen um 0° C erfolgen.